Das Ministerio de Asuntos Exteriores, Unión Europea y Cooperación hat seine Unterstützung für die internationale Reaktion auf den Ebola-Ausbruch in Ostafrika ausgeweitet. Insgesamt stellt Spanien 1,2 Millionen Euro für Maßnahmen der Federación Internacional de la Cruz Roja y de la Media Luna Roja bereit. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung sowie die Eindämmung des Virus in besonders betroffenen Regionen und Risikogebieten zu verstärken.
Die Finanzierung erfolgt über die Agencia Española de Cooperación Internacional para el Desarrollo. Nach Angaben des Ministeriums umfasst die Unterstützung 700.000 Euro für den regulären Haushalt der internationalen Hilfsorganisation sowie weitere 500.000 Euro für den regionalen Notfalleinsatz im Zusammenhang mit dem aktuellen Ebola-Ausbruch in der Demokratische Republik Kongo, Uganda und angrenzenden Staaten Ostafrikas.
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Ebola-Ausbruch in Ostafrika nachgewiesen
Der Gesundheitsnotstand wurde ausgerufen, nachdem am 15. Mai in der Provinz Ituri im Osten der Demokratische Republik Kongo ein Ausbruch des Bundibugyo-Ebolavirus bestätigt worden war.
Nach den vorliegenden Informationen weist die identifizierte Virusvariante eine hohe Sterblichkeitsrate auf. Derzeit stehen weder ein Impfstoff noch eine spezifische Behandlung zur Verfügung. Deshalb konzentrieren sich die Maßnahmen auf Prävention, epidemiologische Überwachung und die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften.
Millionen Menschen leben in Risikogebieten
Humanitäre Prognosen gehen davon aus, dass zwischen zwölf und achtzehn Millionen Menschen in Regionen mit erhöhtem Übertragungsrisiko leben. Der internationale Hilfseinsatz der Federación Internacional de la Cruz Roja y de la Media Luna Roja soll nach aktuellen Planungen rund drei Millionen Menschen direkt erreichen.
Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, sichere Bestattungen, Infektionsschutz sowie Programme für Trinkwasser, Hygiene und sanitäre Versorgung. Darüber hinaus sind Gesundheitskampagnen, psychosoziale Unterstützung und Informationsmaßnahmen gegen Desinformation vorgesehen.
Besondere Aufmerksamkeit für Grenzregionen
Die Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich insbesondere auf Grenzgebiete und Mobilitätsrouten zwischen der Demokratische Republik Kongo und Uganda, wo bereits mit dem Ausbruch verbundene Fälle registriert wurden.
Auch Nachbarstaaten wie Burundi, Ruanda und Südsudan haben ihre Überwachungs- und Vorsorgemaßnahmen verstärkt. Hintergrund sind grenzüberschreitende Mobilität, Bevölkerungsbewegungen und die Belastung regionaler Gesundheitssysteme.
Die Federación Internacional de la Cruz Roja y de la Media Luna Roja arbeitet bei dem Einsatz vor allem mit den nationalen Organisationen in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zusammen, die bereits Erfahrung im Umgang mit epidemischen Gesundheitskrisen besitzen.
Mit der finanziellen Unterstützung bekräftigt das Ministerio de Asuntos Exteriores, Unión Europea y Cooperación nach eigenen Angaben sein Engagement für internationale Zusammenarbeit und koordinierte humanitäre Hilfe bei globalen Gesundheitsnotfällen.
