Die Wasserreserven auf den Balearen sind im Juni auf 45 Prozent gesunken. Damit liegen die Reserven zwei Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats. Gleichzeitig ist die Wasserversorgungseinheit Tramuntana Nord auf Mallorca in die Vorwarnstufe eingestuft worden. Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund eines außergewöhnlich trockenen und sehr warmen Juni.
Nach den vorliegenden Daten verzeichnete Mallorca einen Rückgang der Wasserreserven von 47 auf 46 Prozent. Menorca registrierte mit einem Rückgang von 42 auf 34 Prozent den stärksten Rückgang, während Ibiza von 51 auf 47 Prozent fiel. Trotz der saisonalen Abnahme liegt der Gesamtindex des Hydrographischen Bezirks über den Werten der beiden Vorjahre und weist damit auf stabile Bedingungen im Wassermanagement hin.
Unterschiede zwischen den Versorgungsgebieten
Von den einzelnen Wasserversorgungseinheiten konnte lediglich Manacor-Felanitx eine Verbesserung verzeichnen. In neun weiteren Einheiten verschlechterten sich die Werte.
Besonders deutlich war die Entwicklung in den Gebieten Migjorn und Tramuntana Nord. Für Tramuntana Nord gilt nun die Vorwarnstufe, während Es Pla weiterhin in der Warnstufe verbleibt.
Der überwiegende Teil der Wasserversorgungseinheiten befindet sich inzwischen in der Vorwarnstufe. Nur ein kleiner Teil des Gebiets wird weiterhin als normal eingestuft. Die Einteilung der Dürresituation blieb im Juni gegenüber der vorherigen Bewertung unverändert.
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Mallorca und Balearen: Wasserreserven sinken im Juni auf 45 Prozent – Tramuntana Nord wechselt in die Vorwarnstufe. Außergewöhnlich trockener und warmer Juni
Der Juni war auf den Balearen von außergewöhnlich trockenen und sehr warmen Wetterbedingungen geprägt.
Die durchschnittliche Niederschlagsmenge betrug lediglich 0,3 Liter pro Quadratmeter. Dies entspricht einem Rückgang von 98 Prozent gegenüber dem langjährigen Monatsmittel. Auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera wurden überall Niederschlagswerte deutlich unter dem Durchschnitt registriert.
Trotz der geringen Niederschläge im Juni liegt die aufsummierte Niederschlagsmenge der vergangenen zwölf Monate im gesamten Archipel bei 103 Prozent des langjährigen Durchschnitts, wobei zwischen den einzelnen Inseln Unterschiede bestehen.
Weitere saisonale Abnahme im Juli erwartet
Mit einer Durchschnittstemperatur von 24,5 Grad Celsius und einer positiven Abweichung von 2,3 Grad war der Juni zugleich der viertwärmste Juni seit 1961.
Für den Juli wird ein weiterer saisonaler Rückgang der Wasserreserven erwartet. Nach den vorliegenden Prognosen entspricht diese Entwicklung dem üblichen Verlauf während der Sommermonate auf den Balearen.
