Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung hat den Start einer neuen internationalen Kampagne angekündigt, die darauf abzielt, spanische Lebensmittel in Märkten mit hohem Potenzial wie Indien, dem Mercosur und Indonesien zu positionieren. Die Initiative ist Teil einer Strategie zur Diversifizierung der Exportziele und zur Stärkung der Rolle des spanischen Agrar- und Ernährungssektors in einem internationalen Umfeld, das von geopolitischer Unsicherheit geprägt ist.
Bei der Eröffnung der sechsten Ausgabe der Barcelona Wine Week, die auf dem Gelände Montjuïc der Fira de Barcelona stattfand, hob der zuständige Minister die Bedeutung eines regelbasierten internationalen Handels hervor, da dieser Stabilität und Vorhersehbarkeit für das produktive Gefüge gewährleistete. In diesem Zusammenhang betonte er, dass die von der Europäischen Union vorangetriebenen Handelsabkommen mit aufstrebenden Volkswirtschaften eine zentrale Chance für Produkte mit hoher Wertschöpfung darstellen, insbesondere für den Weinsektor.
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Landwirtschaft kündigt Kampagne zur Stärkung der Präsenz spanischer Lebensmittel in strategischen Märkten an
Der spanische Wein zeichnet sich als einer der Hauptprofiteure dieser Abkommen ab, begünstigt durch das demografische Wachstum und den Anstieg der Mittelschichten in den genannten Märkten. Spanien verfügt über das größte Weinbaugebiet der Welt mit mehr als 900.000 Hektar Rebfläche und ist der zweitgrößte Weinproduzent weltweit nach Volumen, mit Exporten von über 2,9 Milliarden Euro jährlich. Darüber hinaus verfügt das Land über 149 geschützte Ursprungsbezeichnungen und geografische Angaben, die mehr als 125.000 Winzer und rund 4.700 Weinkellereien vereinen.
Die internationale Kampagne wird im Rahmen der Strategie Spain Food Nation in Zusammenarbeit mit ICEX durchgeführt und zielt darauf ab, das Image von Qualität, Vielfalt und Nachhaltigkeit spanischer Lebensmittel in neuen Handelsdestinationen zu stärken. Parallel dazu arbeitet das Ministerium an der Vorbereitung des sogenannten Wein-Legislativpakets, das darauf ausgerichtet ist, die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors durch eine größere regulatorische Flexibilität, die Anerkennung neuer Weintypologien und die Stärkung von Instrumenten zur Angebotsregulierung zu verbessern.
