Spanien hat im Laufe des Jahres 2025 insgesamt 124.170 Menschen über das staatliche Aufnahmesystem unterstützt, das durch das Staatssekretariat für Migration über Mechanismen des internationalen Schutzes und der humanitären Hilfe verwaltet wird. Damit wird ein beispielloses Schutznetzwerk gefestigt, das darauf ausgerichtet ist, die Grundversorgung von Antragstellenden und Begünstigten des internationalen und vorübergehenden Schutzes ohne ausreichende wirtschaftliche Mittel sicherzustellen.
Im Berichtsjahr verfügte das System über eine Gesamtkapazität von 56.053 Plätzen, die sich auf das Aufnahmesystem für internationalen Schutz und das Programm für humanitäre Hilfe verteilten. Diese Struktur ermöglichte eine wirksame Reaktion auf sich verändernde Migrationsbewegungen sowie auf die in den vergangenen Jahren beobachteten Entwicklungen bei den Ankunftszahlen.
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Spanien unterstützt im Jahr 2025 mehr als 124.000 Menschen über das staatliche Aufnahmesystem
Nach zwei Jahren besonders hoher migrationsbedingter Belastung, insbesondere auf den Kanarischen Inseln, verzeichnete Spanien im Jahr 2025 einen deutlichen Rückgang der Ankünfte. Dies umfasste auch eine erhebliche Verringerung der über den Seeweg auf den Archipel gelangten Personen. Demgegenüber nahmen die Ankünfte auf den Balearen zu, was die Aktivierung außergewöhnlicher Maßnahmen zur Stärkung der Aufnahme- und humanitären Unterstützungsstrukturen erforderlich machte.
Als Reaktion auf diese Veränderungen baute das staatliche System seine operative Kapazität aus. Dadurch konnten Tausende Menschen von den Kanarischen Inseln auf das spanische Festland verlegt und gleichzeitig eine angemessene Aufnahme der auf den Balearen ankommenden Personen gewährleistet werden, ohne die Erstaufnahmeregionen übermäßig zu belasten.
Die Staatssekretärin für Migration, Pilar Cancela, betonte, dass die Migrationspolitik Spaniens fest auf der Achtung der Menschenwürde und der Grundrechte beruhe. Sie hob hervor, dass Migration sowohl für die ankommenden Menschen als auch für die aufnehmende Gesellschaft eine Chance darstelle.
Im Rahmen des Aufnahmesystems für internationalen Schutz erhielten mehr als 69.000 Personen individuell zugeschnittene Unterstützungsprogramme, die auf die Förderung der persönlichen Selbstständigkeit sowie der sozialen und beruflichen Integration ausgerichtet waren. Gleichzeitig unterstützte das Programm für humanitäre Hilfe über 54.000 besonders schutzbedürftige Menschen, die über den Seeweg oder an den Landgrenzen eingereist waren.
Darüber hinaus setzte Spanien eine spezifische Reaktion auf den Anstieg der Ankünfte auf den Balearen um. Dazu gehörten die Ausrufung einer migrationsbedingten Notlage sowie der Einsatz von Unterbringungs-, Gesundheits-, Dolmetsch-, Sicherheits- und Grundversorgungsmaßnahmen.
Im Jahr 2025 nahm das System zudem Personen auf, die im Rahmen internationaler humanitärer Evakuierungsoperationen nach Spanien gebracht wurden, darunter Minderjährige aus Konfliktgebieten. Dies unterstreicht das anhaltende Engagement Spaniens für humanitäre Hilfe und internationale Zusammenarbeit.
