Gesundheitsstreik auf den Balearen: 20.046 medizinische Leistungen in einer Woche ausgesetzt

Feb 21, 2026 | Actualidad, Current affairs, Featured, Interview, Portada, Post, Revista Lloseta, Thursday Daily Bulletin, Tradition


Auf den Balearischen Inseln hat der Gesundheitsdienst der Balearen (Servei de Salut de les Illes Balears) in dieser Woche 20.046 medizinische Leistungen aussetzen müssen. Grund ist der Streik des ärztlichen Personals gegen die vom spanischen Gesundheitsministerium (Ministerio de Sanidad) vorgeschlagene Reform des Statuts für das Gesundheitspersonal. Der Gesundheitsdienst kündigte an, alle abgesagten Termine neu zu planen, um die Auswirkungen für Patientinnen und Patienten möglichst gering zu halten.

Der Streik betrifft sowohl die stationäre als auch die ambulante Versorgung auf allen Inseln. Nach Angaben des balearischen Gesundheitsdienstes kam es zu umfangreichen Ausfällen bei Operationen, Krankenhausterminen, diagnostischen Untersuchungen sowie in der hausärztlichen Betreuung.

TDB hält Sie auf dem Laufenden. Folgen Sie uns auf FacebookTwitter und Instagram.


Konkrete Auswirkungen nach Inseln

Insgesamt wurden infolge der Arbeitsniederlegungen folgende Leistungen abgesagt:

  • 435 chirurgische Eingriffe
  • 11.281 Krankenhauskonsultationen sowie diagnostische und radiologische Untersuchungen
  • 8.330 Termine in der Primärversorgung

Die Verteilung nach Inseln stellt sich wie folgt dar:

Chirurgische Eingriffe

  • Mallorca: 278
  • Menorca: 53
  • Pitiusas: 104

Krankenhauskonsultationen, diagnostische und radiologische Untersuchungen

  • Mallorca: 9.272
  • Menorca: 899
  • Pitiusas: 1.154

Termine in der Primärversorgung

  • Mallorca: 6.354
  • Menorca: 515
  • Pitiusas: 1.461

Reprogrammierung und Folgen für Wartelisten

Der Gesundheitsdienst der Balearen teilte mit, dass sämtliche ausgefallenen Leistungen schrittweise neu terminiert werden. Dennoch sei mit einem leichten Anstieg der Wartelisten für Operationen, Facharzttermine und diagnostische Tests zu rechnen. Ziel sei es, den negativen Effekt auf die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Gesundheitssystems so gering wie möglich zu halten.