Verstärkte Kontrollen von Baumschulen auf den Balearen: 94 Inspektionen im Jahr 2025 zur Eindämmung invasiver Schlangen

Feb 22, 2026 | Actualidad, Current affairs, Featured, Interview, Portada, Post, Revista Lloseta, Thursday Daily Bulletin, Tradition

Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz hat im Jahr 2025 die Kontrollen in Baumschulen auf den Balearen deutlich intensiviert, um das Einschleppen invasiver Schlangenarten zu verhindern, die eine ernsthafte Bedrohung für die endemischen Eidechsen des Archipels darstellen. Insgesamt wurden 94 Inspektionen durchgeführt, um die Einhaltung der geltenden Umweltvorschriften zu überprüfen.

Diese Maßnahmen erfolgen im Rahmen der Anwendung des Gesetzesdekrets 1/2023, das außerordentliche und dringende Schutzmaßnahmen für die Ibiza-Mauereidechse (Podarcis pityusensis) und die Balearen-Eidechse (Podarcis lilfordi) sowie zur Prävention und Bekämpfung invasiver Arten der Familie Colubridae festlegt. Zwischen Juli und September wurde vom Umweltagentendienst eine gezielte Kontrollkampagne umgesetzt, die sich insbesondere auf Baumschulen mit einem hohen Bestand an Olivenbäumen konzentrierte, da diese als eine der Hauptursachen für das unbeabsichtigte Einschleppen von Schlangen gelten.

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Verstärkte Kontrollen von Baumschulen auf den Balearen: 94 Inspektionen im Jahr 2025 zur Eindämmung invasiver Schlangen

Im Ergebnis der insgesamt 94 Inspektionen wurden 21 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Vorschriften festgestellt. Zudem wurden vier Sanktionsverfahren eingeleitet, wobei die möglichen Geldbußen zwischen 100 und 2.000 Euro liegen. Diese Maßnahmen stärken die administrative Kontrolle und wirken präventiv gegen Praktiken, die die heimische Tierwelt gefährden.

Der Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz, Joan Simonet, betonte, dass diese Sanktionen das klare institutionelle Engagement für den Schutz der biologischen Vielfalt der Balearen sowie für den entschlossenen Kampf gegen invasive Arten unterstreichen, die zu den größten Bedrohungen für die einzigartige Fauna der Inseln zählen.

Die Generaldirektorin für Naturschutz und Forstmanagement, Anna Torres, wies darauf hin, dass die geltende Regelung die Einfuhr großformatiger Zierbäume wie Oliven-, Johannisbrot- und Steineichen streng reglementiert. Die Einfuhr ist ausschließlich über die Häfen der Balearen in festgelegten Zeiträumen zulässig; außerhalb dieser Zeitfenster ist eine besondere Genehmigung erforderlich. Werden unzulässige oder nicht genehmigte Einfuhren festgestellt, dürfen die Bäume den Hafen nicht verlassen, und der Importeur muss innerhalb von 48 Stunden über die Rückführung oder die Vernichtung der Ware entscheiden.

Darüber hinaus erinnerte die Generaldirektorin daran, dass Baumschulen, Handelsbetriebe und Privatpersonen, die große Zierbäume lagern oder vermarkten, verpflichtet sind, Schlangenfallen oder gleichwertige Systeme zu installieren. Diese Schutzmaßnahmen müssen mindestens vom 1. April bis zum 30. Oktober aufrechterhalten werden, wobei ein Mindestverhältnis von einer Falle pro zwanzig Bäume oder je 500 Quadratmeter Fläche einzuhalten ist.